16.Dezember 2021

Ein guter Vater von Anfang an? 7 Dinge, die du beachten solltest

von alexander

Dezember 16, 2021


Wir alle wissen, wie wichtig Väter für die Entwicklung des Kindes sind. Aber was macht einen guten Vater aus? Wie kann ein Mann bei der Erziehung seines Kindes sein Bestes geben?

Es ist nicht schwer, Vater zu werden …

Fakt ist: Es ist nicht schwer, Vater zu werden – aber ein guter Vater zu werden, ist eine andere Sache. Es gibt ein paar Dinge, die ein guter Vater haben sollte. Vor allem aber ist ein guter Vater realistisch in seiner Selbsteinschätzung. Kein Kind auf dieser Welt braucht einen Überflieger als Vater. Was Kinder brauchen, ist eine authentische und fürsorgliche Vaterfigur.

Übrigens, die Vaterschaft beginnt bereits, wenn das Baby noch im Bauch der Mutter ist. Zu diesem Zeitpunkt kann und baut ein guter Vater bereits eine Beziehung zum Kind auf.

Wir Eltern neigen dazu, häufig unsere eigene Kindheit mit der Kindheit unseres Kindes zu vergleichen. Wir schwören uns vielleicht, dass wir alles anders machen werden – ein guter Vater werden und alles viel besser als unsere eigenen Eltern machen werden. Es ist gut, wenn man sich über seine Erziehung bewusst ist, aber vielleicht ist es nicht immer einfach alles besser zu machen.

Ein Kind ist eine große Verantwortung und ein guter Vater weiß das. Allerdings gibt es neben den Grundbedürfnissen nach Nahrung und Sicherheit noch vieles mehr, dass Eltern beachten müssen.

Erfahre also, auf was du achten solltest, wenn du ein guter Vater sein willst, und zwar von Anfang an:


Die 7 wichtigsten Dinge, um ein guter Vater zu sein

Nicht nur die Mutter muss sich um das neugeborene Baby kümmern. Beide Elternteile sollten wissen, wie man das Kind füttert, badet und die Windeln wechselt, das sollte klar sein. Es ist nicht nur die Aufgabe der Mutter, sich um die physischen Bedürfnisse des Kindes zu kümmern. Ein fürsorglicher Vater weiß das. Um ein guter Vater zu sein, solltest du aber noch ein paar andere Dinge beachten.

Hier sind die sieben wichtigsten Tipps, die dir helfen ein guter Vater zu sein:


1. Versuche, die Welt durch die Augen deines Kindes zu sehen

Ein Kind ist eine eigenständige Person, auch wenn Eltern ihre Kinder gern als einen Teil von sich selbst betrachten. Aber es hat eine eigene Persönlichkeit. Wenn du ein guter Vater sein möchtest, solltest du dies respektieren. Es geht nicht darum, streng zu sein und deine Autorität zu zeigen. Es geht darum, zu versuchen, die Denkweise deines Kindes zu verstehen.

Ein guter Vater zeigt seinem Kind Verständnis und Empathie. Er zeigt ihm, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen und seine Schwächen zu haben. Das ist der Schlüssel für eine tiefe Bindung, die ein guter Vater zu seinem Kind haben sollte. Und dies erreichst du nur, wenn du versuchst, die Welt durch seine Augen zu sehen und dich in seine Lage hineinzuversetzen. Um ein guter Vater zu sein, solltest du zuhören, wenn dein Kind etwas zu sagen hat und versuchen es zu verstehen. Damit hast du bereits die halbe Miete!

 

2. Gib ihm positive Aufmerksamkeit, statt negative

Väter haben meist eine starke Autorität in der Familie. Für viele Väter ist es leicht, in kritischen Situationen ihr Kind zum Schweigen zu bringen, indem sie ihre tiefe Stimme nutzen und ein „Machtwort“ sprechen. Dies solltest du aber nicht für jede Kleinigkeit ausnutzen, auch wenn du manchmal das Gefühl hast, dass du die Kontrolle über dein Kind verlierst. Ein guter Vater ist sich darüber bewusst, wie mächtig er für sein Kind ist. Wenn Kinder klein sind, definieren sie ihren Selbstwert über die Liebe der Eltern. Sie geben alles für die Aufmerksamkeit der Eltern, denn das ist ihre Quelle der Liebe und Selbstliebe. Ein guter Vater geht damit so sensibel wie möglich um.

Mach dir außerdem bewusst, dass Bestrafen und Schimpfen eine negative Form von Aufmerksamkeit sind. Und wenn Kinder davon sehr viel bekommen, lernen sie, dass dies die einzige Form der Aufmerksamkeit ist, die sie bekommen können. Dies verstärkt ihr negatives Verhalten nur weiter. Um den Teufelskreis zu durchbrechen, muss hauptsächlich das positive Verhalten des Kindes verstärkt werden. Wenn du ein guter Vater sein willst, solltest du dein Kind also immer dreimal mehr loben, als dass du mit ihm schimpfst.


3. Sorge für feste „Vater-Kind-Rituale“

Wenn du ein guter Vater sein willst und von Anfang an eine gute Beziehung zu deinem Kind aufbauen möchtest, solltest du so viel positive Zeit mit ihm verbringen wie möglich. Vater-Kind-Rituale können dabei helfen, regelmäßig Zeit mit deinem Baby oder deinem Kleinkind zu verbringen.

Du kannst deinem Kind zum Beispiel regelmäßig etwas vorlesen. Dies fördert die Sprachentwicklung deines Kindes und es kann dadurch später viele Vorteile in der Schule haben, wenn es Lesen und Schreiben lernt.

Auch Körperkontakt sollte zu eurer Beziehung von Anfang an dazu gehören. Nimm dein Kind zum Beispiel in den Arm oder streichle sein Rücken oder sein Kopf, um ihm zu zeigen, wie gern du es hast oder wie stolz du auf ihn bist. Respektiere jedoch auch, wenn dein Kind die körperlichen Berührungen ablehnt.

Auch regelmäßige Unterhaltungen oder das gemeinsame Zubettgehen können die Beziehung zwischen dir und deinem Kind verstärken. Um ein guter Vater zu sein, sollten solche Vater-Kind-Rituale an der Tagesordnung stehen.


4. Zeige deinem Kind, wann es sich lohnt zu kämpfen und wann nicht

Wenn es um die Einstellungen geht, die vorwiegend in Männern ausgeprägt ist, dann könnte der Kampfgeist eine große Rolle spielen. Ein guter Vater sollte seinem Kind definitiv vermitteln, wann es sich im Leben lohnt zu kämpfen und wann nicht. Als Papa kannst du deinem Kind deine Werte im Leben vermitteln, von denen du glaubst, dass sie deinem Kind helfen werden, kluge Entscheidungen zu treffen. Manche Kämpfe lohnen sich im Leben einfach nicht.

Zeige ihm auch, wie man einen fairen Wettkampf führt. Ein guter Vater zeigt seinem Kind, dass das Verlieren zum Leben, genauso wie das Gewinnen, dazu gehört. Es geht nicht darum, dass dein Kind immer ein Gewinner ist. Es geht darum, dass dein Kind sein Bestes gibt und zu einer besseren Version von sich selbst wird. Verlieren gehört dazu und hilft deinem Kind aus seinen Fehlern zu lernen.


5. Zeige (vor allem Jungs), was Selbsthilfe bedeutet

Leider werden Männer in dieser Welt häufig immer noch dazu erzogen, ihre Gefühle nicht zu zeigen. Das Problem dabei ist, dass viele Männer überhaupt nicht wissen, wie sie mit ihrer Gefühlswelt umgehen sollen oder gar Zugang zu ihren Gefühlen finden.

Was also vorrangig Jungs in ihrem Leben brauchen, ist ein männliches Vorbild, das versteht, wie Selbsthilfe funktioniert. Wenn du als Vater dein Kind trösten willst, ist das gut. Aber noch besser wäre es, deinem Kind zu zeigen, wie es seine Gefühle selbst reguliert. Ein guter Vater zeigt seine Gefühle und schenkt ihnen Beachtung. Er reguliert sie, statt sie auf andere zu projizieren und vermittelt somit dem Kind, wie es seine Emotionen selbst regulieren kann.


6. Sei ein Vorbild, wenn es darum geht, wie man Frauen behandelt

Nicht nur bei deinen Söhnen, sondern auch bei deinen Töchtern solltest du schon früh damit beginnen. Dein Frauenbild überträgt sich direkt auf deine Kinder. Möchtest du, dass deine Tochter zu einer selbstbewussten und emanzipierten Frau heranwächst, die für ihre Rechte einsteht und ihren Wert kennt? Und möchtest du, dass dein Sohn sich Frauen gegenüber respektvoll verhält und sie gut behandelt?

Dann bring deinen Kindern bei, dass Respekt vor dem anderen Geschlecht wichtig ist. Ein guter Vater behandelt seine Frau und auch alle anderen Frauen respektvoll. Es gibt keine mächtigere Weise, um deinen Kindern dies zu vermitteln, als durch dein eigenes Verhalten. Denke über deine Entscheidungen nach und sei dir dieser Verantwortung bewusst. Dies wird dir helfen, ein guter Vater von Anfang an zu sein.


7. Ermutige dein Kind

Väter neigen oft dazu, ihr Kind vor allen Gefahren in dieser Welt zu beschützen. Fakt ist: Auch ein guter Vater kann sein Kind nicht vollkommen beschützen. Und du tust ihm damit auch keinen Gefallen. Vielleicht hast du Angst, dass das Klettergerüst zu hoch ist. Sei dir aber bewusst, dass der Satz „du kannst das nicht“ oder „das ist zu hoch für dich“ noch lange im Kopf deines Kindes bestehen bleiben wird. Ein guter Vater versucht sein Kind zu ermutigen, statt es zu kritisieren. Gib ihm Hilfestellung und ermutige dein Kind dazu noch eine weitere Stufe zu nehmen. Erkläre ihm die Gefahren, aber zeige ihm auch wie man mit diesen Gefahren umgeht, statt Angst zu verbreiten. So wird dein Kind nach und nach mutig und selbstständig.

Wenn andere Kinder schon bestimmte Dinge können, die dein Kind noch nicht kann, zeige dich selbstbewusst und stehe hinter deinem Kind, statt an ihm zu zweifeln. Ein guter Vater bildet ein Team mit seinem Kind und demonstriert das klar nach außen. Dies gibt dem Kind ein gesundes Selbstbewusstsein geben, welches ihm später im Erwachsenenalter ein Vorteil sein wird.


Auch ein guter Vater ist nicht perfekt!

Natürlich ist es nicht immer einfach ein guter Vater zu sein und all diese Dinge einzuhalten. Das Geheimnis eines guten Papas besteht nicht darin, perfekt zu sein. Ein guter Vater gibt einfach stets sein Bestes. Er reflektiert sein Verhalten und versucht sein Kind zu verstehen.

Er gibt seine Fehler zu und entschuldigt sich, wenn er anderen unrecht getan hat. Ein guter Vater zeigt, was Menschlichkeit bedeutet. Sei ehrlich zu deinem Kind und zu dir selbst.

Vielleicht werden deine Kinder, deine Entscheidungen in ihren frühen Jahren noch nicht infrage stellen, aber je älter sie werden, desto kritischer werden sie die Dinge hinterfragen. Darum lohnt es sich von Anfang an ein guter Vater zu sein!

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